<Aktuelle Beiträge zum Symposium>
250 Jahre -- Johann Wolfgang von Goethe
Merkwürdigerweise wurden Goethes Gedenkjahre
bisher immer in einer Krisensituation der
deutschen Geschichte gefeiert: 1849 ein Jahr
nach der März-Revolution, 1899 im Zeitalter
der "Jugend ohne Goethe" (Max Kommerell),
1932, als die Säkularfeier Goethes im
Schatten des herannahenden Nationalsozialismus
stattfand, 1949, als im Nachkriegsdeutschland
die innerdeutsche Grenze errichtet wurde,
dann 1982 die 150. Wiederkehr von Goethes
Todestag im geteilten Deutschland. Und nun
trifft sich, daß der 250. Geburtstag
Goethes zehn Jahre nach der deutschen Einheit
und in dem denkwürdigen Jahr des 50jährigen
Jubiläums der Bundesrepublik Deutschland
gefeiert werden sollte. Es gibt unzählige
Veranstaltungen zur Goethefeier, die im Laufe
dieses Jahres nicht nur in Deutschland, sondern
auch in der ganzen Welt stattfinden. Es war
fast ein neuer Goethe-Kult zu befürchten,
so daß der Alt-Bundespräsident
Roman Herzog in seiner am 14. April 1999
im Kaisersaal des Frankfurter Römer
gehaltenen Rede seine Landsleute vor einer
unkritischen Idealisierung des Menschen Goethe
gewarnt hat.
Aber abgesehen von gewissen Mißständen
spricht es doch für eine weltweite Wirkung
Goethes, daß der Dichter auf diese
Weise immer wieder gefeiert wird. Es ist
denn auch daher, daß das Institut für
die Kultur der deutschsprachigen Länder
an der Sophia-Universität, Tokyo, aus
diesem Anlaß ein Symposium "Goethe
- Wirkung und Gegenwart" geplant hat,
um die Bedeutung des Menschen Goethe sowie
seiner Dichtung für die Gegenwart erneut
zu überdenken. Glücklicherweise
war das Goethe-Institut Tokyo bereit, dieses
Projekt großzügig mit Rat und
Tat zu unterstützen, und hat es in der
Tat ermöglicht, daß die Goetheforscher
nicht nur aus Deutschland, Österreich,
der Schweiz, England und den USA, sondern
auch aus China und Korea zu einem internationalen
Symposium zusammenkommen und sich mit Goethes
Wirkungen unter dem zweifachen Gesichtspunkt
von "Goethes Weltbürgertum"
und "Goethe und die Nationalkulturen"
beschäftigen.
Hoffentlich findet dieses Goethe-Symposium
viel Anklang in weiten Kreisen der japanischen
Goethefreunde sowie bei der akademischen
Jugend.
Begrüßung
Rektor der Sophia-Universität
Prof. William Currie
Your Excellencies, ladies and gentlemen:
On behalf of the entire Sophia University
Community, it is a pleasure and privilege
for me to welcome to our campus our distinguished
guests and participants in the Goethe Symposium
celebrating the 250th anniversary of his birth.
I am very happy that Sophia University is
able to host this important symposium and
contribute in some way to the dialogue concerning
Goethe's influence on our contemporary world.
Looking at the list of speakers and panelists,
I can see that many countries are represented
here today and tomorrow, giving evidence
of the universal appeal of Goethe's writings.
His own activities took place on a fairly
broad stage for a person of his time: Germany,
Austria, Switzerland, Luxembourg, France,
Italy - but still limited to within the borders
of Western and Central Europe. And yet his
creative genius had an impact not only on
the whole of Europe, but on the whole world,
as your presence here today testifies.
As all of you know better than I, Goethe
was not only one of the great masters of
world literature; his genius extended to
many other fields of human endeavor, a true
man for all seasons whose writings show a
deep understanding of humankind. As such,
his values remain with us today, providing
a challenge for all of us engaged in education.
It is particularly appropriate that such
a giant figure in Germany and in German speaking
countries should be celebrated here at a
university which has its roots in the germanic
world.
I would like to take this opportunity to
thank all those who have worked so hard to
plan and organize this symposium, especially
the Goethe Institute and its director Mr.
Becker for continued collaboration, and the
members of the Institute for the Culture
of German - Speaking Areas.
And finally, special thanks to Prof. Kimura,
whose broad knowledge and sharp intellect
have contributed greatly to making Goethe
known in Japan.
Allow me to close with a quote from the great
master himself, from Wilhelm Meisters Lehrjahre:
One ought, every day at least, to hear a
little song,
read a good poem, see a fine picture, and,
if it
were possible, to speak a few reasonable
words.
Man sollte alle Tage
wenigstens ein kleines Lied hören,
ein gutes Gedicht lesen,
ein treffliches Gemälde sehen,
und, wenn es möglich zu machen wäre,
einige vernünftige Worte sprechen.
[Wilhelm Meisters Lehrjahre V, 1]
I am confident that many "reasonable
words", "vernünftige Worte", will be spoken here today and tomorrow,
and I think Goethe would be happy if he could
be here to listen.
Thank you.
Eröffnung
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland
Dr. Uwe Kaestner
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
In Sonderheit Magnifizenz Professor Currie,
meine sehr verehrten Herrn Kollegen aus dem
diplomatischen Korps,
Herr Professor Kimura, Herr Becker
und vor allen Dingen liebe Studenten der
Universität,
"Bin ich denn darum achtzig Jahre alt
geworden, daß ich immer dasselbe denken
soll? Ich strebe vielmehr täglich etwas
anderes, etwas Neues zu denken, um nicht
langweilig zu werden."
So hat sich Goethe 1830 als Achtzigjähriger
gegenüber einem Besucher geäußert,
und damit auf den Punkt gebracht, was seine
Zeitgenossen und uns Heutige so sehr faszierniert:
Ein ruheloser Geist, immer auf der Suche
nach Neuem, nach neuen Erkenntnissen, immer
verdrossen auch vom Anflug der Langeweile.
Seinem Helden Eduard in den Wahlverwandtschaften
legte er Worte in den Mund, die genau das
umschreiben:
"Es ist schlimm genug, daß man
jetzt nichts mehr für sein ganzes Leben
lernen kann. Unsere Vorfahren hielten sich
an den Unterricht, den sie in ihrer Jugend
empfangen haben; wir aber müssen jetzt
alle fünf Jahre umlernen, wenn wir nicht
ganz aus der Mode kommen wollen."
Wir, 170 Jahre später, meinen, wir hätten
"life long learning" erfunden.
Aber es war bei Goethe eine Realität
und nicht nur ein bildungspolitischer Slogan.
Eine Notwendigkeit, die sich aus der Anschauung
der Dinge ergab, und nicht aus der Quersumme
einer Ideologie. Und wieviele Wendungen hat
er in seinem Leben vollzogen, von den frühen
Jahren des "Sturm und Drangs" bis
hin zu den Hohepunkten der Weimarer Klassik.
Schranken der Disziplinen und der Ideologien
wollte er nicht kennen: Er fand das Neue
in allen Bereichen der Kunst, natürlich
der Dichtung, aber auch der Naturwissenschaften.
Ich erinnere an seine Forschungen über
das Licht, über das fehlende Zwischenglied,
über die Pflanzenphysionomie. Und er
fand es natürlich auch in Staat und
Verwaltung in Weimar, wo er über viele,
viele Jahre als Minister wirkte.
Diese Vielfalt, die so umfassende Begabung
hat es natürlich den Zeitgenossen immer
wieder schwer gemacht mit Goethe, und uns
macht er es auch nicht leicht. Ein Geist
wie seiner, der nicht immer dasselbe denken
wollte, der sich Schablonen entzog, der gewährt
natürlich auch Raum für Zweideutigkeiten,
für Mißverständnisse.
Ich glaube, gerade heute ist der Mangel der
Eindeutigkeit zeittypisch. Wir stehen am
Ende eines Jahrhunderts, in dem ganze Gedankengebäude
zu Schutt und Asche, zu Trümmerhaufen
zusammensanken. Da beginnt man sie wieder
zu schätzen, diese Zweifel, die Goethe
bei sich selber fand und die er durch Mephisto
bei Faust schürte. Er gewann daraus
neue Weisheiten, nur um sie nach kurzer Zeit
durch neue Weisheiten, durch neue Erkenntnisse
zu ersetzen.
Dieser Universalgeist aus der kleinen Residenz
Weimar, er ließ sich nicht packen.
Er ließ sich auch nicht auf Endgültiges
festlegen. Typisch für diese Haltung
ist die Tatsache, daß er vor seinem
Tode "Faust II", sein Hauptwerk,
versiegelte und testamentarisch verfügte,
daß erst nach einer gewissen Frist
diese Dichtung der Nachwelt zugänglich
werde.
Goethe hätte sich im späteren Verlauf
des Zwanzigsten Jahrhunderts mit den aufkeimenden
Ideologien, mit ihrem Unfehlbarkeitsanspruch
nicht wohl gefühlt. Er ließ sich
nicht in enge Schranken einbinden, und gerade
deshalb ist die Faszination so groß,
heute 250 Jahre nach seiner Geburt wieder
Goethe zu lesen, wieder, und da zolle ich
gerade den Japanern höchste Reverenz,
ihn zu übersetzen, sich an neue Editionen
und Wertungen zu wagen.
Thomas Mann hat zum zweihundertsten Geburtstag
Goethes in Frankfurt eine Festrede gehalten
und Goethe als "Liebling der Menschheit"
gepriesen. In der Tat, Prof. Currie hat es
eben erwähnt, Goethe hat nicht als Deutscher
im nationalistischen Sinn gefühlt. Er
hat entscheidende Bildungsimpulse durch seine
große Italienreise empfangen, und je
älter er wurde, desto mehr fühlte
er sich auch als Weltbürger. Er war
fasziniert von Lateinamerika, das er durch
Alexander von Humboldt kennenlernte, der
es damals gerade für die westliche Welt
wieder erschlossen hatte. Er war fasziniert
von Asien. Er schätzte den persischen
Dichter Hafis, versetzte sich in seine Rolle;
er schätzte die indische Religions-philosophie
und die chinesische Kunst. Im "Westöstlichen
Divan" schrieb er auch die Zeilen:
"Orient und Okzident sind nicht mehr
zu trennen.
Sinnend zwischen beiden Welten sich zu wiegen
- laß ich gelten."
Das ist wahrhaft das Konzept einer Globalisierung,
das wir nur unterschreiben können.
Über Japan hat Goethe erfahren durch
Lektüre der Werke von Engelbert Kaempfer.
Kaempfer hat ja das Japan das 18. Jahrhundert
den Europäern bekanntgemacht. Nächstes
Jahr werden die Holländer seiner besonders
gedenken, wenn sie 400 Jahre Holland in Japan
feiern. Und Kaempfer war es auch, der den
Ginkgo-Baum nach Europa brachte. Goethe hat
diesen Baum in seinen West-östlichen
Divan verherrlicht und er hat ihn selbst
nach Weimar gebracht. Dort steht ein großer
Ginkgo-Baum, direkt gegenüber der Herzogin
Anna-Amalia-Bibliothek. Und neulich hat Ihre
Majestät, die Kaiserin, mir mit großer
Rührung erzählt, daß sie
bei ihrem Staatsbesuch in Deutschland genau
diesen Baum gesehen und sich an Goethes Werk
erinnerte hat.
Weimar ist mit Recht in diesem Jahr Kulturhauptstadt
Europas. Sie ist natürlich nicht nur
dem Werk Goethes gewidmet, sondern auch dem
der vielen anderen Dichter und Musiker, die
dort gewirkt haben. Aber aus dem Goethe-Haus
stammt das Motto dieses Goethe-Jahres, dieser
Kulturhauptstadt. An der Schwelle seines
Hauses ist in Holz eingelegt das Wort SALVE
, "Seid gegrüßt!" Und
dieses SALVE möchte ich hier auch Ihnen
heute zurufen und Ihnen zwei hochinteressante
erfüllte Tage im Sinn des großen
deutschen Dichters wünschen.
Herzlichen Dank
Begrüßung
Direktor Goethe-Institut Tokyo
Dr. Heinz-Hugo Becker
Magnifizenz Professor Currie,
sehr verehrter Herr Botschafter Dr. Kaestner,
sehr verehrter Herr Botschafter Manz,
sehr verehrter Herr Dr. Angerholzer,
sehr verehrter Herr Professor Kimura,
sehr verehrte Professores und
sehr verehrte Damen und Herren,
es ist mir eine große Ehre und eine
Freude, Sie heute zu Beginn des zweitägigen
Symposiums "Goethe - Wirkung und Gegenwart"
hier in der Sophia-Universität Tokyo
begrüßen zu dürfen.
Selbst in der Weltstadt Tokyo ist es ein
außerordentliches Ereignis, wenn sich
so viele Persönlichkeiten aus den verschiedensten
Ländern zusammenfinden, um im Goethe-Jahr
1999 den Weltbürger Johann Wolfgang
von Goethe zu feiern. Es ist beeindruckend,
daß sich heute Wissenschaftler und
Schriftsteller aus Großbritannien,
der Schweiz, Österreich, den USA, der
VR China, der Republik Süd-Korea, aus
Japan und Deutschland mit wertvollen Beiträgen
zu diesem Ereignis melden.
Es berührt mich besonders, daß
ich unter den Teilnehmern bekannte Gesichter
sehen und persönliche Freunde treffen
kann.
Mein besonderer Dank gilt - auch im Namen
von Herrn Professor Kimura -unseren Schirmherren,
dem Schweizerischen Botschafter Manz, dem
Geschaftsträger
Österreichs, Herrn Dr. Angerholzer und
dem Botschafter der Bundesrepublik
Deutschland, Herrn Dr. Kaestner, die unser
Vorhaben von Anfang begleitet und unterstützt haben.
Auf der Arbeitsebene gilt mein Dank Herrn
Magister Heim bei der Österreichischen
Botschaft und Frau König und Frau Bürgi
bei der Schweizerischen Botschaft.
Herr Köhler, Deutsche Botschaft Tokyo,
hat ebenfalls unserem Symposium stets seine
Aufmerksamkeit gewidmet.
Ebenso mühte ich mich herzlich bei der
Lufthansa, der Swissair und der
Kulturstiftung Pro Helvetia sowie bei der
unser Vorhaben begleitenden
Goethe-Gesellschaft in Japan bedanken, die
ja auch in Gestalt ihres Vizepräsidenten,
Herrn Professor Kimura, bei den Vorbereitungen
aktiv beteiligt war.
Zum Schluß muß ich meine besondere
Verbundenheit mit dem Institut für die
Kultur der deutschsprachigen Länder
der Sophia Universität Tokyo zum Ausdruck
bringen. Dem Goethe-Institut Tokyo war es
eine Ehre, unsere heutige Veranstaltung zusammen
mit diesem Institut vorzubereiten und zu
gestalten.
Ohne den wertvollen Beitrag der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter beider Institutionen wäre
eine Realisierung nicht möglich gewesen.
Ich wünsche Ihnen allen und uns eine
gewinnbringende Veranstaltung.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Schlußwort
Naoji Kimura
Zum Abschluß des zweitägigen Goethe-Symposiums
möchte ich als Institutsleiter ein Wort
des Dankes sagen, zumal es so kollegial und
erfolgreich verlaufen ist. Es tut mir sehr
leid, daß unser chinesischer Kollege,
Herr Yang Wuneng, aus technischen Gründen
sein Visum für Japan nicht rechtzeitig
bekommen konnte. Ich werde dafür sorgen,
daß sein Referat über die Goethe-Rezeption
in China der Öffentlichkeit im Internet
zugänglich gemacht wird. In diesem Goethejahr
fanden bereits und finden noch so viele Veranstaltungen
in der ganzen Welt statt, die Goethes 250.
Geburtstag feiern, und ich habe selber an
mehreren teilgenommen. Heutzutage kann man
außerdem im Internet eine Unzahl solcher
Goethefeiern erfassen und teilweise miterleben.
Aber so eine Internationalität wie auf
unserem Symposium habe ich nirgends gefunden.
Danken möchte ich zuerst allen Referenten,
die sich die Mühe gegeben haben, mitten
im Wintersemester aus Ost und West nach Tokyo
zu kommen. In Anwesenheit chinesischer und
koreanischer Kollegen, die in der konfuzianischen
Kulturtradition beheimatet sind, kann ich
mich nicht enthalten, nicht aus Eckermanns
Gesprächen mit seinem Meister, sondern
vielmehr aus Konfutses Gesprächen mit
seinen Schülern zu zitieren: "Freunde
haben, die aus fernen Gegenden kommen: Ist
das nicht auch fröhlich?" Mit den
Freunden sind hier freilich die Gleichgesinnten
gemeint, die gemeinsam lernen und fortwährend
üben, wie am Anfang gesagt wird. Es
handelte sich denn auch bei diesem fernöstlichen
Lernen um "Symposion" im griechischen
Sinne.
Ich möchte mich dann bei zahlreichen
Teilnehmern an diesem Symposium sehr herzlich
bedanken, die sowohl durch ihr Zuhören
als auch durch Diskussionsbeiträge mitgearbeitet
haben. Für die Nichtmuttersprachler
war es sicher sehr anstrengend, ja es kann
sogar eine Zumutung gewesen sein, lauter
Vorträge in deutscher Sprache anzuhören.
Aber es muß auch für viele von
Ihnen ein eigenartiges Erlebnis gewesen sein,
wie die Germanisten aus China, Korea und
Japan sich auf deutsch verständigen
und so ohne weiteres mit den Kollegen aus
dem deutschen Sprachraum diskutieren. Das
haben wir vor zehn Jahren aus Anlaß
des IVG-Kongresses in Tokyo angefangen und,
wenn auch in kleinerem Ausmaß, in Peking,
Seoul und Fukuoka wiederholt. Deutsch hat
sich dadurch de facto als eine Weltsprache
neben Englisch erwiesen. Darüber hinaus
haben wir Goethe als unseren gemeinsamen
Freund im Sinne Konfutses.
Es ist ohne Zweifel Goethes Weltbürgertum,
das sich über zeitliche wie auch räumliche
Grenzen hinweg produktiv ausgewirkt hat.
Der deutsche Dichter des 18. Jahrhunderts
hat dabei durch geistiges Geben und Nehmen
einzelne Nationalkulturen in Ost und Welt
wunderbar befruchtet. In diesem weltliterarischen
Sinne sind wir, wie ich glaube, nicht zuletzt
Goethe selbst zu Dank verpflichtet. Ohne
in den alten Goethe-Kult zu verfallen, könnten
wir uns doch wieder Goethe zuwenden, indem
wir erneut etwas von seiner tiefen Naturanschauung
und verfeinerten Kunstauffassung lernen.
Das wäre eben ethisch-ästhetische
Bildung im technischen Zeitalter, die nicht
mehr so leicht durch die herkömmlichen
Religionen vermittelt werden kann.
Besonders danke ich dem Goethe-Institut Tokyo,
das uns finanziell sowie organisatorisch
von Anfang an zur Seite gestanden hat, und
schließlich meinen Kollegen und Mitarbeiterinnen,
die dieses Goethe-Symposium mit Rat und Tat
geduldig vorbereitet haben.
Tokyo, den 29. Oktober 1999